Naturheilpraxis

Mir liegt die Gesunderhaltung und die Verbesserung Ihres aktuellen Gesundheitszustands am Herzen.

Im Sinne der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde (TEN)* liegt der Schwerpunkt meiner naturheilkundlichen Beratungen auf einer ganzheitlichen Betrachtung des Organismus und weniger auf einer reinen Symptombehandlung. Da jeder Mensch einzigartig ist, sind meine Empfehlungen zu Ernährung und Bewegung, sowie die Auswahl der pflanzlichen Mittel ganz individuell auf jeden Einzelnen zugeschnitten.

+ TEN

*Traditionelle Europäische Naturheilkunde (TEN)
Die TEN ist ein ganzheitliches Medizinsystem basierend auf der Humoral- oder Vier-Säfte-Lehre, die in der Antike u.a. von Hippokrates (5.-4. Jh. v.Chr.) beschrieben wurde und bis ins 19. Jahrhundert hinein das allgemein gültige Denkmodell der gesamten Medizin im europäischen Raum war. Die TEN ist das europäische Pendant zur TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) oder zum Ayurveda (traditionelle indische Medizin) – ebenfalls traditionelle Medizinsysteme, die heute in Europa oft bekannter sind als die TEN. Da die Grundlagen der TEN in Vergessenheit gerieten, haben einige Heilpraktiker im 20. und 21. Jahrhundert das Denkmodell wieder aufgegriffen und auf den Gebieten der Gesundheits- und Krankheitslehre, Diagnostik und Therapie zu einem umfassenden heilkundlichen System für die heutige Zeit ausgearbeitet. So wurden für dieses eigenständige Medizinsystem sowohl traditionelle Aspekte der Heilkunde als auch modernen medizinischen Erkenntnissen miteinander verknüpft und weiterentwickelt.

Die TEN sieht den Menschen als Mikrokosmos (menschlicher Organismus) im Makrokosmos (Gesamtnatur). Die vier Elemente Luft, Wasser, Feuer, Erde sind – repräsentiert durch die vier Säfte Sanguis (Blut), Phlegma (Schleim), Cholera (Gelbgalle) und Melancholera (Schwarzgalle) – im menschlichen Körper enthalten. Die Qualitäten und die Zusammensetzung dieser vier Wirkungsprinzipien sind für alle Funktionsabläufe der Organe im gesunden und kranken Zustand des Menschen verantwortlich und daher auch Grundlage des Gesundheits- und Krankheitsverständnisses sowie der Diagnostik und Therapie.

MEINE
ARBEITSWEISE

Da ich die Ursachen Ihrer aktuellen Beschwerden erforschen und die Zusammenhänge im Organismus des Einzelnen verstehen möchte, nehme ich mir Zeit für meine Klienten, insbesondere beim Erstgespräch.
Für den ersten Termin sollten Sie sich 1,5 bis 2 Stunden Zeit nehmen. In einem ausführlichen Anamnesegespräch lerne ich Ihren Körper und Ihre Denkweise, bzw. Ihr Temperament kennen. Das Betrachten der Zunge, das Fühlen des Pulses und vor allem die Betrachtung Ihrer Iris (Irisdiagnostik*) geben mir wertvolle Hinweise auf Ihre Konstitution. Aus all diesen Puzzleteilen entsteht für mich ein Gesamtbild Ihrer Person auf dessen Basis ich anschließend eine ausführliche Empfehlung ausarbeite. Diese umfasst sowohl die Bereiche Ernährung und Bewegung, als auch die innerliche bzw. äußerliche Anwendung von Heilpflanzen in Form von Tees, Tinkturen, Gemmo-Mazeraten oder aromatherapeutischen Anwendungen.

Zur Verlaufskontrolle werden meist weitere Termine im Abstand von 5-6 Wochen vereinbart. Diese dauern in der Regel ca. 1 Stunde.

+ IRISDIAGNOSTIK

Auch Augendiagnose, Irisanalyse oder Iridologie genannt, ist ein Verfahren der Alternativmedizin, dessen theoretische Grundlagen und Aussagekraft wissenschaftlich kontrovers diskutiert wird. Denk- und Arbeitsmodell der Augendiagnostik ist die Traditionelle Europäische Naturheilkunde (TEN), die primär funktionsorientiert arbeitet. Die in der Iris sichtbaren Strukturen geben Aufschluss über die organspezifischen Funktionen des Gesamtorganismus. Bei dieser Analyse werden Schwächen, bzw. gestörte oder krankhaft veränderte funktionelle Abläufe im Organismus deutlich, nicht aber organpathologische Zustände. Sowohl die Physiologie (Funktionsabläufe im gesunden Zustand) als auch Pathophysiologie (krankhafte Funktionsabläufe) eines Menschen folgen individuellen Aktions- und Reaktionsmustern, die in der Konstitutionslehre definiert werden. Die Konstitution wird als eine entscheidende Grundlage für die Entstehung, Art und Verlaufsform von Krankheiten gesehen. Die konstitutionellen Muster zu erkennen ist Voraussetzung um ein Behandlungskonzept zu entwickeln, das sich nicht auf die aktuelle Krankheitssituation beschränkt, sondern die systemische, konstitutionelle Basis der Pathophysiologie stabilisiert. Die Analyse der konstitutionellen Situation ist der wichtigste Aspekt und die eigentliche Fragestellung der Irisdiagnostik und damit Basis der Konstitutionstherapie.

BEHANDLUNGSMETHODEN

+ PHYTOTHERAPIE

griechisch „phyto“ = Pflanze
griechisch „therapie“ = das Dienen = Heilbehandlung

Die Heilpflanzenkunde, auch Kräutermedizin genannt, ist die Lehre der Verwendung von Pflanzen als Heilmittel. Sie gehört wohl zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet.

In der Heilpflanzenkunde verwendet man unterschiedliche pflanzliche Bestandteile wie Blätter, Blüten, Rinde, Wurzeln, … und verarbeitet diese zu Tees, Tinkturen, Salben, Ölauszügen, Badezusätzen, Wickeln, Fertigpräparaten (z.B. Kapseln) etc. Diese Zubereitungen werden zur Behandlung und Vorbeugung gewisser Krankheiten und Beschwerden eingesetzt.

Innerhalb der Phytotherapie unterscheidet man zwei Richtungen. Einerseits die moderne Phytotherapie in der die Pflanzen wissenschaftlich analysiert werden und einzelne Wirkstoffe maßgebend sind, sowie andererseits die traditionelle Heilpflanzenkunde, bei der überliefertes Erfahrungswissen die Grundlage bildet.

+ GEMMOTHERAPIE

lateinisch „gemma“ = Knospe
griechisch „therapie“ = das Dienen = Heilbehandlung

Bei der „Knospenmedizin“ handelt es sich um eine Form der Phytotherapie, die sich mit der Heilkraft von Knospen und Jungtrieben von Bäumen und Sträuchern befasst. Zwar wurden schon in Antike und Mittelalter Heilmittel aus Knospen hergestellt, doch diese unterscheiden sich stark von der modernen Gemmotherapie, die in den 1950er Jahren vom belgischen Arzt Dr. Pol Henry begründet wurde.

Die Zellverbände von Knospen (Meristeme) enthalten die gesamte genetische Information der Stammpflanze, haben eine extrem hohe Teilungsaktivität und enthalten Wachstums- und andere Inhaltsstoffe, die in ausgewachsenen Pflanzenteilen wesentlich geringer oder gar nicht mehr enthalten sind. Diese wertvollen Inhaltsstoffe werden bei der Herstellung eines „Gemmo-Mazerats“ mit einer Lösung aus Alkohol, Wasser und pflanzlichem Glycerin ausgezogen. Die so entstandene Lösung wird tropfenweise eingenommen.

+ AROMATHERAPIE

griechisch „aroma“ = Duft
griechisch „therapie“ = das Dienen = Heilbehandlung

Die Aromatherapie ist ein Zweig der Phytotherapie, der sich mit der Wirkung von Duftstoffen in Pflanzen befasst. Diese pflanzlichen Duftstoffe, auch ätherische Öle genannt, werden mit unterschiedlichen Verfahren (meist per Destillation) aus den Pflanzen herausgelöst um sie gezielt zur Steigerung des Wohlbefindens aber auch zur Linderung körperlicher Beschwerden einzusetzen.
Die so gewonnenen Extrakte entfalten ihre Wirkung als Raumduft oder Inhalation über den Geruchssinn oder eingearbeitet in Cremes, Salben, Massageöle, Bäder, Wickel etc. über die Haut.

+ AURICULOTHERAPIE

lateinisch „auricula“ = das äußere Ohr, die Ohrmuschel
griechisch „therapie“ = das Dienen = Heilbehandlung

Die Auriculotherapie, auch Ohrakupunktur genannt, ist eine Reflexzonentherapie an der Ohrmuschel. Diese Methode wurde vom französischen Arzt Dr. Paul Nogier in den 1950er Jahren entwickelt und kann als Akupunktur oder Akupressur durchgeführt werden. Nogier stellte fest, dass auf der Ohrmuschel der gesamte Organismus auf kleinster Fläche in Form reaktiver Punkte mit festem Bezug zur Körpertopographie und Körperfunktion repräsentiert ist. Werden demnach bestimmte Stellen am Ohr gereizt, können Störungen und Blockaden in den entsprechenden Körperteilen effektiv behandelt, bzw. Entgiftungs- und Selbstheilungsprozesse angeregt werden.
Ich verwende zur Behandlung dieser Reflexpunkte ein elektrisches Stimulationsgerät oder einen Metallstift, mit dem die Punkte durch Druck gereizt werden.

+ BLUTEGELTHERAPIE

Ebenso wie die Phytotherapie gehört die Blutegeltherapie, auch Hirudotherapie genannt, zu den ältesten Heilmethoden der überlieferten Medizingeschichte. Heute ist die Anwendung von Blutegeln bei Beschwerden wissenschaftlich gut erforscht und anerkannt. Es kommen ausschließlich Egel zum Einsatz, die unter strengsten hygienischen Auflagen in speziellen Zuchtbetrieben aufgezogen wurden und anschließend als „Fertigarzneimittel“ verschickt werden. Ich beziehe meine Blutegel bei der Bibertaler Blutegelzucht in Deutschland.

Früher führte man die Wirkung ausschließlich auf den Blutentzug zurück, aber heute weiß man, dass der Blutegel beim Biss eine große Zahl von Wirkstoffen abgibt. Diese sind optimal aufeinander abgestimmt und werden deshalb gerne bei einer Reihe von Beschwerden eingesetzt. Insbesondere bei entzündlichen Vorgängen an Gelenken, die meist mit Schmerzen einhergehen, können medizinische Blutegel helfen.

Häufige Einsatzgebiete der Blutegeltherapie sind Gelenk- und Rückenbeschwerden (v.a. Arthrose), Schwellungen und Entzündungen an Schleimbeuteln, Sehnen & Bändern, Krampfadern, Blutergüsse u.v.m.

Eine Blutegelbehandlung ist nicht für jeden geeignet. Erst nach einem ausführlichen Gespräch und dem Abfragen gewisser Ausschlusskriterien wird entschieden ob diese Therapieform in Frage kommt oder nicht.